Schwarzer Schweiß

„Leberwerte okay“

Kohlenschlepper in der DDR

Sie heißen Rommel, Diesel und Don Krawallo. Dessen Mundwerk ist mindestens so voluminös wie das Trinkvermögen von Don Pro­millo. Da hält selbst Silberlocke nicht mit, und auch nicht At­tila der Hundekönig. Vielleicht Rommel, der könnte konkurrie­ren, würde er nach allzu vielen Gläsern nicht immer in der Ge­gend rumballern und Krieg spielen. Friedlicher ist der Postmi­nister. Er verdankt seinen Ruf der Marotte grundsätzlich nur mit Schirmmütze und in Uniform zur Arbeit anzutreten.

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Ägypten: „Don´t worry, be happy“

Die Müllmenschen in Kairos Palmenviertel

„Mein Herr, sind die Speisen nicht in Ordnung“, fragt der Kellner irritiert, als er das Besteck und die unberührten Teller abräumt. „Sick stomach“, sage ich entschuldigend und deute verlegen auf meinen Magen. Trotz Hunger will einfach kein Bissen herunter. Doch es sind nicht die köstlichen Gerichte, die mir in einem Lokal in Kairos nächtlicher Altstadt den Appetit verderben. Gewiss duften der Reis und das Fladenbrot himmlisch. Und sicher ist das Püree aus Kichererbsen genauso vorzüglich wie das Lamm-Kebab vom Grill. Wären da nicht diese Bilder in meinem Kopf, apokalyptische Szenen aus Ezbet el-Nakhl.

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Kolumbien: Schnelles Geld, schneller Tod

Smaragdsucher in den Kordilleren

Sie haben ihn in ein weißes Bettlaken gehüllt, ihm die Hände gefaltet und ein paar leere Bierpullen mit brennenden Kerzen aufgestellt. Mehr konnten seine Kumpel für Pedro Hernandez nicht tun. Sein Leben endete im Alter von 28 Jahren auf dem Pissoir neben einer schäbigen Bretterspelunke, in einer klebrigen Pfütze aus schwarzrotem Blut und einem dicken Loch im Kopf. Ein weiterer Mann, von dem Einige zu wissen glaubten, dass er Enrique hieß und aus Maripí stammte, schleppte sich mit drei Kugeln im Leib noch dreißig Meter weiter einen glitschigen Erdhügel hinauf. Dann starb auch er und mit ihm sein Traum von Glück und Geld.

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